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Björn präsentiert Inhalte an einem Flipchart während eines Strategieworkshops, im Hintergrund sitzt ein Team an einem Konferenztisch und hört aufmerksamzu.

Ganzheitliche B2B-Marketingstrategie 

Ein Mailing im letzten Jahr, ein Messeauftritt im Oktober und zwischendurch ein paar Social Media Posts? Das sind alles sinnvolle Ansätze, ohne übergeordnete Marketingstrategie bleiben sie aber isoliert und können keine nachhaltige Wirkung entfalten. Eine B2B-Marketingstrategie kann nur funktionieren, wenn sie ganzheitlich gedacht wird. Dabei werden Online- und Offline-Inhalte miteinander verbunden, eine strategische Grundlage für komplexe Entscheidungsprozesse geschaffen und die Zielgruppe entlang der gesamten Customer Journey begleitet. Die B2B-Marketingstrategie umfasst dabei alle Maßnahmen und Inhalte, mit denen Unternehmen Geschäftskunden gewinnen und langfristig binden. Im Mittelpunkt steht, den konkreten Bedarf potenzieller Kunden zu erkennen und ihnen zur richtigen Zeit die passenden Informationen und Lösungen bereitzustellen. 

Grundlagen und Entwicklung der B2B-Marketingstrategie 

Als übergeordneter Plan bündelt die Strategie alle Maßnahmen, mit denen Unternehmen ihre Produkte oder Dienstleistungen vermarkten. Sie leitet sich immer aus den übergeordneten Unternehmenszielen ab und zahlt direkt auf Wachstum, Positionierung und Marktentwicklung ein. Eine erfolgreiche B2B-Marketingstrategie braucht zudem eine klare Positionierung. Nur wenn Unternehmen ihre Stärken, Alleinstellungsmerkmale und relevanten Botschaften klar definieren, können sie sich im Wettbewerb differenzieren und für ihre Zielgruppe als passende Lösung wahrgenommen werden. Zentral für eine vollständige Marketingstrategie sind die Zieldefinition, eine umfassende Zielgruppenanalyse mit verschiedenen Buyer Personas, die Auswahl geeigneter Online- und Offline-Kanäle sowie die Entwicklung relevanter Inhalte. Dadurch entwickeln Unternehmen und Marketingteams ein klares Verständnis ihrer Zielgruppe und legen die Basis für einen langfristigen Beziehungsaufbau. Für die Umsetzung der Strategie ist eine enge Verzahnung von Marketing und Vertrieb sowie datengetriebenes Arbeiten entscheidend. Typische Herausforderungen für B2B-Unternehmen sind lange Sales-Zyklen, ein hoher Informationsbedarf, bevor Vertrauen für hohe Investitionen aufgebaut wird, sowie die unterschiedlichen Anforderungen der Buying Center und auf internationalen Märkten. Unternehmen sollten sich deshalb an der Customer Journey orientieren, um potenziellen Kunden in den richtigen Phasen die passenden Inhalte bereitzustellen. 

Die Customer Journey als Basis für B2B-Marketingstrategien 

Die Customer Journey im B2B-Bereich verläuft typischerweise in vier Phasen: Am Anfang steht die Awareness-Phase, in der Kunden ihre Probleme erkennen und auf mögliche Lösungen aufmerksam werden. In der sogenannten „Consideration-Phase” vergleichen sie diese Lösungen. Hier kommt es für Unternehmen also darauf an, möglichst breit gestreute, inhaltlich tiefe, aber trotzdem ansprechende Inhalte anzubieten. Diese Phase kann mehrere Monate dauern. In der folgenden Conversion-Phase treffen Kunden dann ihre Entscheidung für eine Lösung. Damit ist die Customer Journey aber noch nicht abgeschlossen: In der vierten Phase, der sogenannten Loyalty-Phase, liegt die Aufgabe von Unternehmen darin, ihre Kunden zu binden. 

Was zählt zu einer ganzheitlichen B2B Marketing Strategie? 

Erst das Zusammenspiel von Online- und Offline-Maßnahmen ergibt eine erfolgreiche B2B-Marketingstrategie. Digitale Maßnahmen schaffen Reichweite und Sichtbarkeit, doch auch persönliche Kontakte dürfen nicht unterschätzt werden. Sie schaffen Vertrauen und gewinnen angesichts zunehmender Automatisierung immer mehr an Bedeutung im Marketingmix. Zu den Online-Maßnahmen zählen neben SEO und SEA auch Content-Marketing in Form von Blogartikeln, Case Studies oder Whitepapers, Performance-Marketing, Social-Media-Marketing und E-Mail-Marketing. Im Offline-Bereich stehen dann Events wie Messen, Workshops, Direktvertrieb und Printmailings im Fokus.  

Bei credia verknüpfen wir immer beide Teilbereiche: So wird eine Google-Ads-Kampagne durch ein gezieltes Mailing unterstützt, ein Messeauftritt von einer LinkedIn-Kampagne begleitet und ein Workshop mit einer Social Media-Strategie verbunden. Eine B2B-Marketingstrategie ist dabei kein statisches Konstrukt, sondern ein kontinuierlicher Lernprozess. Maßnahmen müssen regelmäßig überprüft, getestet und auf Basis von Daten sowie Marktveränderungen weiterentwickelt werden. 

In welchen Awarenessphasen greifen die Maßnahmen? 

Diese Maßnahmen funktionieren nicht isoliert, lassen sich aber der Customer Journey zuordnen. Dadurch wird es für Unternehmen leichter, Inhalte zielgenau auf die Bedürfnisse ihrer Zielgruppe in einer bestimmten Phase zuzuschneiden. In der Awareness-Phase sind Reichweite und Aufmerksamkeit die entscheidenden KPIs. Dafür eignen sich Content-, Social-Media- und SEO-Maßnahmen besonders gut. In der Consideration-Phase wird Vertrauen aufgebaut. Das gelingt am besten über Webinare, Whitepaper oder Case Studies. In der Conversion-Phase, wen Kunden sich für ein Produkt entscheiden, liegt der Fokus auf dem Vertrieb. Hier sind Beratung, Referenzen und Demos besonders wichtig. Um Kunden zu binden, bieten sich in der Loyalty-Phase Newsletter, Service sowie Community- und Feedbackformate an. Wichtig ist, dass die Kommunikation über die gesamte Kette hinweg konsistent bleibt. Gerade im B2B spielt Vertrauen eine zentrale Rolle, da Entscheidungen häufig mit hohen Investitionen und Risiken verbunden sind. Eine konsistente Markenkommunikation über alle Kanäle hinweg schafft Orientierung, stärkt die Glaubwürdigkeit und unterstützt langfristige Geschäftsbeziehungen im B2B. 

Erfolgsmessung der B2B-Marketingstrategie 

Ohne Erfolgsmessung und Optimierung anhand von Daten bleibt die B2B-Marketingstrategie starr und kann sich einem agilen Markt nicht anpassen. Für den Erfolg ist eine kontinuierliche Analyse und Optimierung des B2B-Marketings sowie das Treffen von Entscheidungen und die Budgetsteuerung auf Basis gesammelter Daten unverzichtbar. Zentrale KPIs sind die Anzahl der Leads sowie der Cost per Lead, die Conversionrate, die Umsatzentwicklung und der ROI. Gerade in den langen Saleszyklen im B2B ist deren Zuordnung jedoch oftmals schwierig. Die Lösung ist eine Kombination aus Performance-Daten und qualitativen Erkenntnissen.