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Zwischen Effizienzgewinn und Verantwortung: Wie der Mittelstand KI im Marketing sinnvoll einsetzt
Künstliche Intelligenz ist spätestens seit dem vergangenen Jahr nicht nur in aller Munde, sondern auch auf allen Rechnern. Während 2023 nach Angaben des Statistischen Bundesamts noch jedes achte Unternehmen in Deutschland KI genutzt hat, war es 2024 bereits jedes fünfte Unternehmen. In welchem Kontext Unternehmen die KI einsetzen, hat Ende 2025 eine Bitkom-Umfrage herausgefunden: Ganze 88 % der Unternehmen setzen KI im Kundenkontakt ein, 57 % im Bereich Marketing und Kommunikation. Dass Künstliche Intelligenz Prozesse beschleunigen kann, ist längst bekannt. Unsicherer sind viele Unternehmen dabei, in welchem Umfang sie die künstliche Intelligenz für Marketing und Kundenkontakt nutzen können und dürfen.
Warum KI im Marketing für den Mittelstand relevant wird
Wurde Marketing früher noch als unterstützende Funktion abgetan, hat es sich schnell zu einer strategischen Schnittstelle zwischen Kundenbedürfnissen, Datenanalyse und Innovationskraft entwickelt. Digitale Kanäle, datengetriebene Kampagnen und KI-Tools wie ChatGPT verändern zunehmend die Spielregeln. Und das nicht nur für Großkonzerne: Mit den passenden Werkzeugen und dem richtigen Hintergrundwissen können auch KMU ihre Marketingstrategien und Kundenbindung mit KI stärken.
Warum sollten gerade mittelständische Unternehmen anders auf KI schauen?
Die wirtschaftliche Lage für den Mittelstand ist angespannt: Zwischen steigenden Energiekosten und Fachkräftemangel kann Markenführung zu einem echten Wettbewerbsvorteil werden. Bevor die künstliche Intelligenz dem Marketing Arbeit abnimmt, verursachen die neuen Tools zunächst Kosten und Aufwände, nicht nur für die Investition in die neue Technik, sondern auch für Mitarbeiterschulungen. Nach einer aktuellen Studie (Januar 2025) des Stifterverband und McKinsey sehen zwar 86 % der Unternehmen ungenutztes Potenzial in KI-Anwendungen, 79 % berichten aber gleichzeitig von fehlenden KI-Kompetenzen, ohne die KI-basierter Content, Prompting und datengetriebene Entscheidungen nicht sinnvoll und gewinnbringende genutzt werden können.
In welchen Aufgaben kann Künstliche Intelligenz das Marketing unterstützen?
Im Marketing-Alltag können KI-Anwendungen verschiedenste Aufgaben übernehmen und optimieren. Besonders Funktionen wie Datenerfassung und -analyse sowie Natural Language Processing (NLP) und Machine Learning (ML) lassen sich zielgerichtet einsetzen. Damit können z.B. personalisierte Werbung geschaltet oder personalisierte Einkaufserlebnisse mit Chatbots angeboten werden. Auch Kundensegmentierung und Vorhersageanalysen lassen sich mit Künstlicher Intelligenz vornehmen.
Wo KI aktuell echten Mehrwert liefert
Zwei Aspekten der KI liefern entscheidenden Mehrwert für das Marketing: Effizienz und Impulse. Durch die Automatisierung kleinerer Aufgaben werden schnellere Abläufe und damit Kosteneinsparungen gewährleistet. Außerdem kann KI Impulse zur Ideengenerierung liefern und durch Datenauswertung Potenziale jenseits des Kerngeschäfts sichtbar machen. Dadurch wird im Umkehrschluss auch die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert. Auch automatisierte Content-Erstellung, Segmentierung oder prädikative Kampagnenplanung werden durch KI-Anwendungen erleichtert.
Die Grenzen von KI im Marketing
Um Aufgaben aus dem Tagesgeschäft automatisiert zu übernehmen, brauchen auch KI-Systeme klar definierte Marketingziele, die wiederum voraussetzen, dass Kundenbedürfnisse bekannt sind. Auch die Zielgruppen- und Wettbewerbsanalyse muss der KI vorliegen, damit sie möglichst genau arbeiten kann. Der Einsatz von künstlicher Intelligenz bringt aber auch Risiken mit sich: Wenn die Konkurrenz ähnliche Tools verwendet, ohne z.B. Formulierungen in Marketingtexten anzupassen, klingt schnell alles gleich. Deshalb ist es unerlässlich, dass Marketingmanager ihre Kreativität und Originalität nicht vollends an die KI auslagern. Zudem sind Informationen aus KI-Modellen nicht zwangsläufig vertrauenswürdig: Bias und Ungenauigkeiten tauchen immer wieder auf und müssen vom Team identifiziert und korrigiert werden.
Konkrete KI-Anwendungen im Marketing-Alltag
KI für Content-Erstellung und -Optimierung
Während KI in Bereichen wie IT und Cybersecurity bereits länger genutzt wird, ist der Einsatz im Marketing noch vergleichsweise neu. Am häufigsten wird KI zum Verfassen von Texten eingesetzt. Die Textarten rangieren von E-Mails über Landingpages, Broschüren, Social Media- oder Blogbeiträgen bis zu Videoskripten und Werbeanzeigen. Doch dass ein Text mit einem Prompt schnell generiert werden kann, bedeutet nicht, dass dieser ohne weiteres verwendet werden sollte. Die Basis der Texte sollte immer eine klare Strategie sein. Außerdem muss ein Mensch überprüfen, ob der generierte Text zur Brand Voice passt und die Markenbotschaft konsistent ist. Themenvorschläge und Entwürfe lassen sich problemlos an Künstliche Intelligenz auslagern, aber das finale Ergebnis muss immer auf Basis von Hintergrundwissen und Erfahrung von Experten redigiert werden. Aus Führungsperspektive ist wichtig, dass dem Team klar vermittelt wird, dass sie nicht ersetzt werden und mitentscheiden können, welche Tools sich sinnvoll in ihren Arbeitsalltag integrieren lassen.
KI für Analyse, Auswertung und Performance
Neben Recherche und Contenterstellung kann KI auch analytische Funktionen im Marketing annehmen: Tools wie Levity können die Leistung von Anzeigen vor der Veröffentlichung vorhersagen, andere können Kundenabwanderung analysieren und auf Basis dieser Daten Abwanderungsprognosen geben. Auch Social Listening ist ein spannender Aspekt: Mit KI können Ton und Absicht von Erwähnungen analysiert und Handlungsempfehlungen generiert werden.
Ab wann lohnt sich KI für mittelständische Unternehmen?
Mit der Automatisierung kleinerer Aufgaben können Marketingmanager mehr Zeit für wichtige Aspekte wie Strategie aufwenden und mehr Arbeit in weniger Zeit erledigen. Wenn Teams also regelmäßig wiederkehrende Aufgaben haben, mit größeren Datenmengen arbeiten und Entscheidungen datengetrieben getroffen werden, lohnt sich die Investition in ein KI-System. Sind die Ziele oder Prozesse noch nicht klar etabliert, oder haben Unternehmen keine Zeit für Schulungen und Einführung der Systeme, lohnt sich die Anschaffung nicht. Wenn sensible Daten Kern des Tagesgeschäfts sind, ist der Einsatz von KI ohne klar geregelte Maßnahmen rechtlich riskant und in bestimmten Anwendungsfällen ausdrücklich verboten.
Datenschutz, Recht und Verantwortung beim KI-Einsatz
Dass Unternehmen aus Datenschutzgründen sensible Kundendaten nicht an KI-Systeme weitergeben dürfen, sollte mittlerweile jedem bekannt sein. Anders sieht es rund um Nutzungsrechte von KI-generierten Inhalten oder der Umsetzung von ausschließlich automatisierten Entscheidungen aus. Wie viel dürfen Unternehmen an die KI auslagern, ohne rechtliche Probleme zu bekommen?
Wenn keine gültige Rechtsgrundlage nach DSGVO und TDDDG vorliegt, dürfen Unternehmen personenbezogene Daten auch nicht für Trainings- oder Analysedaten sowie Auswertungsprozesse nutzen. Zudem dürfen Entscheidungen, insbesondere solche mit erheblicher Wirkung, nicht ausschließlich von der Künstlichen Intelligenz getroffen werden: Besonders kritisch ist das im HR-Bereich, aber auch in anderen Abteilungen müssen Entscheidungen transparent sein, sodass Betroffene die Ergebnisse nachvollziehen können. Auch bei kleineren Aufgaben darf KI nicht „nebenbei“ genutzt werden. Es bedarf immer organisatorischer Kontrolle, Dokumentation und Kompetenz.
Fazit: KI im Marketing pragmatisch und verantwortungsvoll nutzen
KI kann und wird in naher Zukunft keine Marketingteams ersetzen. Unternehmen, die langfristig wettbewerbsfähig sein wollen, sollten überlegen, ob sie nicht einige wiederkehrende Aufgaben an die Künstliche Intelligenz auslagern wollen. Die finale Prüfung liegt aber immer in der Hand des Marketingteams. Denn Kreativität, Emotionalität, Ethik und menschliche Interaktion können durch Computersysteme nicht ersetzt werden.
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