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Der Vertrieb benötigt dringend neue Anfragen, gleichzeitig werden Budgets knapper und Kaufentscheidungen dauern oft länger als noch vor ein paar Jahren. Das versetzt viele Marketingabteilungen in eine schwierige Lage:
Sie sollen die Sichtbarkeit erhöhen, Bestandskunden informieren, Messen begleiten, die Webseite pflegen und aktiv die Social Media Kanäle bespielen. Und trotzdem ist oft nicht klar, woher die neuen Kunden kommen sollen. Viele dieser Maßnahmen wirken sich zwar positiv auf Markenbekanntheit und Kundenbindung aus, bringen aber nur begrenzt Leads ein. Aktive Leadgenerierung über SEO/GEO, SEA und Social Media findet in vielen Unternehmen nur punktuell statt. Dabei sind Leads im industriellen B2B Bereich heute besonders stark umkämpft. Wer seine Ressourcen sparend einsetzen möchte, legt daher den Fokus auf qualitative Leads, also potenzielle Kunden, die echtes Interesse an dem angebotenen Produkt bzw. der Dienstleistung zeigen. Unternehmen müssen diese potenziellen Kunden von sich überzeugen, bevor die Konkurrenz sie wegschnappt. Aber wie gehen sie das am besten an?
Erfolgreiche B2B Leadgenerierung basiert vor allem auf Vertrauen, Sichtbarkeit und dem richtigen Timing: Ein potenzieller Kunde, der dir nicht vertraut oder dein Unternehmen gar nicht erst kennt, wird nicht bei dir kaufen. Um langfristig effizient zu arbeiten, ist es wichtig, von Beginn an strategisch zu planen und die Bereiche Marketing, Vertrieb und Produktentwicklung als gemeinsames System zu sehen. Wer Leadgenerierung als Einzelmaßnahme im Marketing oder an einem einzelnen Punkt der Customer Journey sieht, wird sich langfristig nicht gegen Unternehmen mit einer klaren Strategie durchsetzen können.
Zu Beginn einer jeden Maßnahme im Marketing steht die Zieldefinition und das Festlegen von KPIs (Key Performance Indicators). Viele Unternehmen machen genau an dieser Stelle dieselben Fehler: Sie möchten möglichst viele Branchen, Märkte und Zielgruppen mit allgemeinen Botschaften ansprechen. Das führt allerdings schnell zu austauschbaren Inhalten, Streuverlusten und unklaren Ergebnissen. Wie sieht das in der Praxis aus? Ein Beispiel aus einem unserer Projekte zeigt, warum Zielgruppenfokus und klare Prioritäten oft wichtiger sind als hohe Budgets.
Im vergangenen Jahr haben wir ein Unternehmen aus dem Maschinenbau dabei unterstützt, eine neue Produktsparte international zu etablieren. Dabei wollten wir einerseits die Bekanntheit des Produkts steigern, vor allem aber konkrete Geschäftschancen schaffen. Potenzielle Kunden konnten sich für Webinare anmelden, Beratungsgespräche anfragen und Termine auf Fachmessen vereinbaren. Dafür haben wir zunächst die Zielgruppe definiert:
Erst nachdem wir diese Fragen geklärt haben, erstellten wir entsprechende Content Elemente, Landingpages und die Inhalte der Kampagnen. Getestet haben wir diese in einem kurzen Zeitraum mit einem Testballon, den wir nach Ablauf der Testphase ausgewertet und optimiert haben. Per A/B-Test haben wir zudem verschiedene Ansprachen für die Zielgruppe getestet, um herauszufinden, welcher Pain Point aktuell für sie am relevantesten ist. Die Priorität lag in diesem ersten Testballon zunächst auf dem für den Kunden attraktivsten Markt, weitere Regionen und Zielgruppen haben wir nach den ersten Optimierungen unter Berücksichtigung ihrer speziellen Anforderungen hinzugenommen. Parallel zu den Kampagnen haben wir mit der SEO-Optimierung der Webseite begonnen, damit der Kunde sowohl über die organische als auch über die bezahlte Suche mit den richtigen Keywords auffindbar ist.
Gerade im industriellen B2B-Bereich zählt nicht die reine Anzahl generierter Leads, sondern vor allem deren Qualität. Schlechte oder unqualifizierte Leads verursachen zusätzlichen Aufwand im Vertrieb, verlängern Prozesse und binden interne Ressourcen ohne realistischen Abschluss. Deshalb sollten Marketing und Vertrieb gemeinsam definieren, wann ein Lead tatsächlich qualifiziert ist. Häufig wird dabei zwischen Marketing Qualified Leads (MQLs), also Leads mit erkennbarem Interesse, und Sales Qualified Leads (SQLs), die bereits eine konkrete Kaufabsicht zeigen, unterschieden. Nur wenn Marketing und Sales dieselben Kriterien verwenden, lassen sich Leads effizient priorisieren und weiterentwickeln. Bei internationalen Kampagnen ist diese Abstimmung besonders wichtig: Märkte unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Anforderungen, Entscheidungsprozesse, Informationsbedürfnisse und Kommunikationskanäle teilweise erheblich. B2B-Unternehmen müssen Zielgruppen, Inhalte und Qualifizierungskriterien deshalb an die jeweiligen Märkte anpassen.
Bevor es an die Leadgenerierung geht, müssen B2B Unternehmen messbare Ziele festsetzen. Das kann einerseits Sichtbarkeit, gemessen an Reichweite und Engagement zB auf Social Media oder in Ad Kampagnen sein, oder aber eine bestimmte Anzahl an Leads, Terminen oder Downloads. Um ein tieferes Verständnis für die Zielgruppe zu gewinnen, entwickeln wir Buyer Personas. Diese fiktiven idealen Kunden basieren auf Marktdaten und beinhalten neben klassischen demografischen Aspekten auch Motivation, Kommunikationsgewohnheiten und Kaufentscheidungen. Auf Basis der Daten aus Testballons lassen sich Ziele, Zielgruppe und Inhalte der Kampagne gezielt weiterentwickeln und optimieren. Auch die zukünftige Leistung der Kampagnen kann nach einem Testballon realistischer eingeschätzt werden. Besonders aussagekräftige Erkenntnisse liefern A/B-Tests, bei denen unterschiedliche Anzeigen, Botschaften oder Landingpages miteinander verglichen werden.
Damit die Zielgruppe an verschiedenen Punkten der Customer Journey abgeholt wird, müssen Inhalte strategisch geplant werden. Mit einer Themen- und Keywordrecherche (zB über SEO-Tools oder den Keyword Planner in Google Ads) erhalten Unternehmen Einblicke in aktuell relevante Themen für ihre Nische und Zielgruppe. Daraus lässt sich dann eine SEO/GEO-Strategie für die Webseite und eventuelle Landingpages entwickeln. Gleichzeitig stellen diese relevanten Themen auch die Grundlage für weiteren Content dar. Aus ihnen lassen sich Redaktionspläne für Blogs oder Social Media Kanäle sowie Lead-Magneten wie Whitepaper oder Webinare ableiten. Dabei darf ein wichtiger Aspekt nicht vergessen werden: Der eigentliche Mehrwert für den potenziellen Kunden muss immer größer sein als die Hürde, persönliche Daten preiszugeben. Auch Paid Ads-Kampagnen und Retargetingzielgruppen werden in diesem Schritt aufgebaut. Und auch die SEO- und GEO-Sichtbarkeit muss in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Was viele Unternehmen noch unterschätzen ist der tatsächliche Aufwand, den eine kontinuierliche Content-Produktion verursacht. Wer hier frühzeitig Themen, Corporate Tone und Freigabeschleifen plant, erspart sich auf lange Sicht viel Stress.
Nur gut dokumentierte Prozesse liefern aussagekräftige Daten darüber, welche Strategien und Kampagnen das meiste Interesse und Vertrauen bei der Zielgruppe hervorrufen und am meisten Leads generiert haben. Deshalb lohnt es sich schon früh CRM-Systeme wie Hubspot oder Salesforce vorzubereiten. Hier kann später jeder neue Lead und der Stand der Kommunikation sauber dokumentiert werden.
Die kontinuierliche Steuerung, Analyse und Optimierung von allen Maßnahmen sind ausschlaggebend dafür, wie gut die Leadgenerierung funktioniert. Nutzerverhalten, Conversionraten und die Auswertung von A/B-Tests liefern wichtige Daten darüber, wie aktuelle Maßnahmen bei der Zielgruppe ankommen und welche Aspekte noch überarbeitet werden müssen. Im beschriebenen Projekt aus dem Maschinenbau zeigte sich beispielsweise, dass technische Produktentwickler deutlich häufiger an Webinaren teilnahmen als Einkäufer. Die Kampagne wurde daraufhin angepasst und die Inhalte stärker auf technische Anwendungsfälle ausgerichtet.
Ein potenzieller Lead, der bisher noch nicht gekauft hat, kann durch Retargeting- bzw. Remarketing-Maßnahmen erneut angesprochen werden. Wurde ein Lead erfolgreich generiert, heißt es schnell, aber gründlich sein. Der Vertrieb muss zeitnah über qualifizierte Leads informiert werden, damit die Reaktionszeiten möglichst niedrig bleiben. Trotzdem sollten B2B Unternehmen sich die Zeit nehmen, Follow-ups zu personalisieren, indem sie direkt auf Hintergründe der Anfrage und des Leads eingehen. Dadurch merkt der Lead, dass seine individuellen Anforderungen verstanden werden und darauf eingegangen wird, wodurch Gespräche relevanter und vertrauenswürdiger werden.
Die Optimierung von Kampagnen funktioniert nur, wenn Marketing, Vertrieb und externe Partner eng zusammenarbeiten. Dafür braucht es eine klare Rollenverteilung. Als Agentur übernehmen wir die strategische Planung, Umsetzung, Steuerung, Analyse und Optimierung der Maßnahmen. Das interne Marketing und der Vertrieb liefern die Einblicke in Produkte, Zielgruppen, Märkte und Unternehmensziele, damit die Inhalte fachlich und markentechnisch passen. Genau deshalb sind regelmäßiger Austausch und klare Rückmeldungen für unsere Arbeit so wichtig. Nur wenn von Anfang an offen und ausführlich über Erfolge, Absagen, Rückfragen und qualitative Einschätzungen gesprochen wird, können wir Kampagnen und weitere Maßnahmen gezielt weiterentwickeln.
Die zu Beginn definierten KPIs müssen besonders in Hinblick auf ihre qualitative Stärke regelmäßig ausgewertet und optimiert werden. Optimierung kann in diesem Zusammenhang sein, neue Schwerpunkte für Kampagnen und Märkte zu setzen oder die Webseite SEO-gerecht zu erweitern. Je mehr Erfolgsfaktoren identifiziert und dokumentiert werden, desto klarer zeigt sich, wie passend die strategische Grundlage ist und welche Aspekte noch nachjustiert werden müssen.
Mit dem Start der Kampagne ist der Grundstein für erfolgreiche Leadgenerierung gesetzt, aber erst eine kontinuierliche Analyse der Ergebnisse zeigt, welche Maßnahmen funktionieren und wo noch Optimierungspotenzial besteht. KI-gestützte Systeme können dabei unterstützen, große Datenmengen schneller auszuwerten, um Muster im Nutzerverhalten zu erkennen und fundierte Handlungsempfehlungen abzuleiten.
Nach der Leadgenerierung ist immer noch vor dem Abschluss. Die Nachqualifizierung von Leads beinhaltet neben den Follow-ups die Auswertung von Vertriebsgesprächen, die Analyse der Conversionraten und die Dokumentation der Kampagnenergebnisse. Steht zu einem späteren Zeitpunkt wieder eine Kampagne an, liefern diese Daten eine wertvolle Grundlage.
Gleichzeitig können Schwachstellen im Funnel entdeckt und Leadquellen verglichen werden: Mit welcher Maßnahme werden die meisten Leads generiert? Und an welcher Stelle innerhalb der Customer Journey springen die meisten potenziellen Kunden ab? Der wichtigste Schritt nach der Auswertung von Maßnahmen und Strategien ist immer das interne Teilen und Besprechen der Erkenntnisse mit Geschäftsführung, Marketing und Vertrieb. Nur so kann gewährleistet werden, dass nicht mehrmals derselbe Fehler gemacht oder Maßnahmen wiederholt werden, die längst fehlgeschlagen sind. Damit Erkenntnisse nicht verloren gehen, werden bei credia alle Maßnahmen regelmäßig gemeinsam reflektiert. Monatliche JFX-Termine schaffen Raum für die Content-Planung, während strategische Themen und Kampagnen in vierteljährlichen Abstimmungen ausgewertet und weiterentwickelt werden. Laufende Rückmeldungen zwischen den Terminen sorgen zusätzlich dafür, dass Anpassungen schnell umgesetzt werden können.
Aufgrund der längeren Entscheidungszyklen und steigenden Wettbewerbsdrucks reicht es nicht mehr aus, auf Empfehlungen oder einzelne Marketingmaßnahmen zu hoffen. B2B-Leadgenerierung umfasst mit strategischer Planung, Content-Produktion, Datenanalyse und Lead-Nurturing zahlreiche Aspekte, die parallel aufgebaut werden und aufeinander einzahlen. Das ist besonders zu Beginn viel Aufwand, aber genau hier liegt eine große Chance: Unternehmen, die ihre Maßnahmen strukturiert aufbauen und kontinuierlich optimieren, schaffen langfristig Sichtbarkeit, Vertrauen und qualifizierte Leads aus den richtigen Zielgruppen. Dass dieser Ansatz funktioniert, zeigt auch das beschriebene Projekt aus dem Maschinenbau: Durch die gezielte Fokussierung auf relevante Zielgruppen, Märkte und Inhalte konnten wir sowohl die Sichtbarkeit der neuen Produktsparte als auch die Qualität der daraus entstehenden Geschäftskontakte nachhaltig steigern. B2B-Unternehmen, die interne Kapazitäten entlasten und externe Expertise nutzen möchten, unterstützen wir gerne dabei, Strategien, Prozesse und Kampagnen gezielt weiterzuentwickeln.
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